MEISTER DES 20. JAHRHUNDERTS

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Der andere Blick

Vom 18. Januar, 2018 bis 18. März, 2018

artbeau4.com

Ein Streifzug durch private Sammlungen und die Fotogeschichte

Sihlquai 125 – 8005 Zürich (2. Stock)
Mi bis Sa 12 bis 21 Uhr
So 12 bis 18 Uhr
Eintritt 12/8 CHF

Der Name reicht! Schon erscheint das ikonische Bild vor unserem geistigen Auge: Dies gilt für Diane Arbus, René Burri, Henri Cartier-Bresson, Robert Frank und Nan Goldin ebenso wie für Irving Penn, August Sander, Edward Steichen, Martin Parr, Wim Wenders oder Jeff Widener – um nur einige der Fotokünstler in der neuen Ausstellung der Photobastei zu nennen! Sie alle und viele mehr laden ab 19. Januar zu einem Streifzug durch die Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts ein.
Das kuratorische Augenmerk der Ausstellung liegt aber gerade nicht in den ikonischen Bilder – sondern darin, mittels bekannteren und unbekannteren Fotografien, die Meister mit einem anderem Blick neu zu entdecken.

Die ältesten Aufnahmen in dieser Ausstellung stammen von dem Pariser Fotografen Eugène Atget, der mit seiner damals sehr gewichtigen Ausrüstung durch die Vorstädte flanierte und an scheinbar unscheinbaren Orten innehielt, die er in faszinierende Schauplätze verwandelte. So auch die Kulisse eines schlichten Torbogens mit dem benachbarten vergitterten Fenster, die zugleich alltäglich und besonders wirkt.

Entlang der Zeitachse runden dann Arbeiten von Martin Parr, Sarah Moon, Peter Beard, Nobuyoshi Araki u.a. den Streifzug ab.

Die Ausstellung, kuratiert von Michael Franke, lädt zum Flanieren und entdecken ein – zu einem anderen Blick auf rund 140 Meister des 20. Jahrhunderts.

Die ausgestellten Fotografen
Berenice Abbott
Ulvis Alberts
Nobuyoshi Araki
Mark Arbeit
Diane Arbus
Jean Eugène Auguste Atget
Augustin Bartu
Elmer Batters
Irena Blühová
Erwin Blumenfeld
Édouard Boubat
Bill Brandt
Horace Bristol
Peter Klaus Brüchmann
René Burri
Harry Callahan
Francisco Cano
Robert Capa
Henri Cartier-Bresson
Robert Doisneau
Alfred Eisenstaedt
Bill Engdahl
Lyonel Feininger
Raúl Corrales Fornos
Klaus Frahm
Robert Frank
Jaromír Funke
Nan Goldin
Bedrich Grunzweig
F.C. Gundlach
Roswitha Hecke
Fritz Henle
Edward Henry Weston
Peter Hill Beard
George Edward Hurrell
Axel Hütte
Ota Jane?ek
Peter Keetman
André Kertész
Astrid Kirchherr
Yves Klein
Germaine Krull
Erzsy Landau
Robert Lebeck
Danny Lee
Rudolf Franz Lehnert
Nathan Lerner
Bernard Levy
Herbert List
Charlotte March
Frederick William McDarrah
Lucia Moholy
Pierre Molinier
Sarah Moon
Hans Namuth
Ruth Orkin
Martin Parr
Irving Penn
Gilles Peress
Rosmarie Pierer
Angelika Platen
Ricky Powell
Richard Prince
Edward Quinn
Leonard Quinn
Albert Renger-Patzsch
Hans Richter
Willy Ronis
Jerry Rothstein
Osvaldo Salas
August Sander
Francesco Scavullo
Jeanloup Sieff
Alice Smeets
José Agraz Solans
Edward Jean Steichen
Jock Sturges
Josef Sudek
Marshall Swerman,
Karin Szèkessy
Else Thalemann
Miroslav Tichý
Nicolas Tikhomiroff
Annette von Keudell
Max Waldman
Wim Wenders
Robert Werling
Alfred Wertheimer
Wolfgang Wesener
Jeff Widener
Sebastião Ribeiro Salgado Júnior

Quelle: photobastei.ch

Peter Brüchmann – Fotografien der 60er und 70er Jahre

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Peter Brüchmann – Fotografien der 60er und 70er Jahre
(fuer Twen, Stern, Quick, Revue, Playboy u. a.)
06. Dezember 2013 bis 28. Januar 2014

UNSER DILEMMA IST, DASS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN VOLLER SELBSTZWEIFEL UND DIE DUMMKOEPFE VOLLER SELBSTVERTRAUEN SIND.

So in etwa, nur in englisch, hat das schon Charles Bukowski gesehen. Der Berliner Fotograf PETER BRUECHMANN, 1932 ebenda geboren, koennte, wenn er denn noch koennte, viel zu diesem Thema erzaehlen.

Ab Mitte der 50er Jahre arbeitete er fuer zahlreiche deutsche Magazine und Agenturen. Willy Fleckhaus erkannte frueh sein Talent, holte ihn 1956 in die Redaktion der Jugendzeitschrift AUFWAERTS, danach zu TWEN. Bis Ende der 70er Jahre war er ein bekannter und gefragter Reportage-Fotograf.

Sein Hamburger Kollege Guenter Zint war der erste, der mich auf ihn aufmerksam machte. In Berlin gaebe es einen tollen, aber menschlich schwierigen Typen, der fantastische Fotos und Portraits von bekannten und weniger bekannten Zeitgenossen gemacht haette. Einiges an Negativen sei durch Notverkaeufe in alle Winde zerstreut, darunter seine sagenumwobenen Fotos der fruehen Beatles, unter anderem mit Evelyn Hamann. Anderes sei krankheitsbedingt vernichtet oder verschollen. Fahr da mal hin, bevor alles weg ist. Es lohnt sich, durch sein Archiv zu schauen.

Gelohnt hat es sich in der Tat. Zutage kamen vielfach unbekannte, grossartige, einfuehlsame Portraits, etwa von CHET BAKER, HORST BUCHHOLZ, RAY CHARLES, WOLFGANG NEUSS oder ROMAN POLANSKI.

Bruechmanns grosse Passion aber waren die Frauen. Bis heute gibt es nur ein, leider nur kurzfristig wirkendes, Zaubermittel gegen seine Depressionen. Die Begegnung mit einer ihn faszinierenden Frau und die Aussicht, sie zu fotografieren. Im Kopf geschieht das auch heute noch mehrmals taeglich und seine Begeisterungsfaehigkeit ist nicht beschraenkt durch koerperliche oder altersbedingte Vorlieben.

Das erste, was HANNELORE ELSNER bei einem Umzug an die Wand der neuen Wohnung pinnt ist, ist das abgegriffene Foto, das Bruechmann frueh von ihr gemacht hat. Die internationale Fan-Gemeinde von SHARON TATE geriet in helle Aufregung, als ich vor einiger Zeit Bilder, die Bruechmann noch kurz vor ihrer Ermordung gemacht hatte, nichts ahnend auf meine Homepage stellte. Einige der Fotos gingen nach ihren Tod um die Welt, aber man wusste nicht, wer der Fotograf war. Dank Bruechmann sehen wir noch heute, dass DOMENICA nicht nur einen blusensprengenden Busen, sondern auch ein wunderschoenes Gesicht hatte. HILDEGARD KNEF verletzlich, VERUSCHKA engelsgleich, fast noch nicht richtig inkarniert, FAYE DUNAWAY die Zauberfee, BRIGITTE BARDOT schon ein kleines bisschen bissig, wie ihre verwilderten Hunde und Katzen. SENTA BERGER, KARIN BAAL, GRACIA PATRICIA, MARIA SCHELL, ROMY SCHNEIDER, aber auch einfach nur Renate, Gundula, Marlene, Fatima,- zu sehen bei:

MULTIPLE BOX
Galerie und Kunsthandel
Admiralitaetstrasse 76
D-20459 Hamburg

Ein besonderer Dank an die „Johannes und Annitta Fries Stiftung“ die diese Ausstellung ermöglichte.

Wim Wenders Appunti di Viaggio

InventingPeace

Liebe Freunde und Kollegen

wir freuen uns, Sie auf zwei schöne Neuigkeiten aufmerksam zu machen!

Am Samstag, den 21. September um 11 Uhr wird in der Villa Pignatelli – Casa della Fotografia, Neapel die Ausstellung „Wim Wenders Appunti di Viaggio. Armenia Giappone Germania“ eröffnet – dazu laden wir Sie sehr herzlich ein!
Die Ausstellung vereint eine Auswahl von 20 unterschiedlich großen Arbeiten, die fast ausnahmslos in den letzten 10 Jahren auf Reisen durch Armenien, Japan und Deutschland entstanden und zuletzt im aktuellen Katalog des Künstlers „Places, strange and quiet“ publiziert wurden.

„Wim Wenders Appunti di Viaggio. Armenia Giappone Germania“
22. September – 17. November 2013
Eröffnung am 21. September, um 11 Uhr
Villa Pignatelli – Casa della Fotografia
Riviera di Chjaia 200, 80121 Neapel, Italien

Außerdem stellen wir Ihnen das neue Buch „Inventing Peace“ von Wim Wenders und Mary Zournazi vor, das sich mit der Frage beschäftigt, wie wir die Welt betrachten, ohne dabei zu sehen, wie viel Krieg, Ungerechtigkeit, Leid und Gewalt in ihr herrscht.
Was sind die ethischen und moralischen Folgen des Betrachtens ohne das Sehen und vor allem: Was geschieht dabei mit dem Konzept von FRIEDEN? In Form eines schriftlichen Dialogs beschäftigen sich die Autoren mit dieser Frage als eine der fundamentalsten unserer Zeit und erwägen die Notwendigkeit, für den Frieden eine visuelle und moralische Sprache neu zu erfinden. Begleitend zum Buch gibt es zwei Kurzfilme von Wim Wenders, Invisible Crimes und War in Peace, die mit einem im Buch verfügbaren Passwort online aufrufbar sind.
Das Buch ist bei I.B.Tauris erschienen, und mit dem Code „OZU“ gibt es beim Kauf über die Verlagsseite einen Rabatt von 30% auf den Verkaufspreis.

Nähere Informationen unter:
www.inventing-peace.com